‘Ästhetisierung’ steht für die Diagnose einer Krise, für eine Aushöhlung der Substanz maßgeblicher Bereiche des Lebens: der epistemologischen Orientierung an Wahrheit, der Orientierung an Transzendenz in der Religion und an Normativität in der politischen Kultur. Welche systematische Substanz hat aber die zeitgenössische Ästhetisierungskritik vor dem Hintergrund seiner bis auf die antiken Diskussionen um Theatrokratie und Rhetorik zurückreichenden Tradition? Und ist die Entgegensetzung von Ästhetischem und Nicht-Ästhetischem, die der Kritik an der Ästhetisierung vorausgesetzt ist, überhaupt plausibel? Ist das, was unter dem Begriff des Ästhetischen angesprochen wird, den jeweils nicht-ästhetischen Bereichen tatsächlich ursprünglich extern, oder muss es als konstitutives Moment der jeweiligen Bereiche verstanden werden?

Auf Deutsch
With

Heike Behrend
Josef Früchtl
Peter Geimer
Helmut Lethen
Christoph Menke
Hans-Georg Soeffner
Astrid Deuber-Mankowsky

et al.

Organized by

Sfb 626 Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste, mit Unterstützung des ICI Berlin

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