Queere und feministische Interventionen stellen Traditionen, Konventionen und Normen infrage. Um ihre politischen und künstlerischen Ziele zu erreichen, überschreiten sie systematisch Grenzen. Nicht selten werden diese strategischen Grenzüberschreitungen als skandalös wahrgenommen und rezipiert. Gleichzeitig ist der skandalöse Akt eine Möglichkeit, Ansprüche geltend zu machen, Rechte einzufordern und sich gesellschaftliche Räume anzueignen.

Die Abendveranstaltung der diesjährigen Jahrestagung der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien beschäftigt sich mit dem queeren und feministischen Potenzial von Skandalen. Die Wissenschaftlerin und Künstlerin Reyhan Şahin aka Lady Bitch Ray, die Philosophin und FSGS-Alumna Jule Govrin und die Geschlechterforscherin und Polittunte Patsy l’Amour laLove diskutieren darüber, wie Skandale genutzt werden können, um feministische und queere Forderungen zu thematisieren.

Was sagt die Skandalisierung von künstlerischen Inszenierungen über den gesellschaftlichen Status quo aus, in denen sie stattfindet? Welche Rolle spielen dabei Geschlecht und Sexualität? Lassen sich Skandale planen? Welche Wirkung haben skandalöse Inszenierungen auf gesellschaftliche Diskurse? Welche Rolle spielt die skandalöse Inszenierung und Diskursivierung von Körper und/oder Sexualität für eine queere und feministische Praxis? Welchen Platz haben Skandale in der queeren und feministischen Geschichte?

auf Deutsch
With

Reyhan Şahin (aka Lady Bitch Ray)
Patsy l’Amour laLove
Jule Govrin

Organized by

Jahrestagung der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien, in Kooperation mit dem ICI Berlin

The event, like all events at the ICI Berlin, is open to the public, free of charge. The audience is presumed to consent to a possible recording on the part of the ICI Berlin. If you would like to attend the event yet might require assistance, please contact Event Management.