Event


Conference

IMAGO, ACTIO, IUSTITIA

Images, Bodies and Actions of the Law / Bilder, Körper und Handlungen des Rechts

Dec 3-4, 2011

The visual foundations of law continue to be the subject of controversy. The conference takes up the debate and examines both the historical foundations and the current relevance of this question within the broad context of theories of the body and of action. In the history of the law there are multiple parallels between legal concepts and body images, thus the first part of the conference IMAGO: Embodiment and Evidence will discuss the relation between law and embodiment, as an explosive historical and current topic. Often visual culture is a threat to the normativity of law, supplanting that juridical action is fundamentally dependent on visual media. The section ACTIO: The Presentation of the Unimaginable will confront the impacts of visual media on law, politics and the public in the context of human rights. The last part of the conference IUSTITIA: Form and Normativity discusses the normative dimension of art and the media. What is the function of the image and how comparable are aesthetic and juridical discourses?

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Die Tagung widmet sich der Verkörperung und Visualisierung von Rechtsnormen und juridischen Prinzipien. Rechtswissenschaft und Bildgeschichte werden auf ihre Bedeutung für rechtliche Handlungen hin geprüft. Dabei reicht das Spektrum der Thesen von der Gefährlichkeit der Bildkultur für die Normativität des Rechts bis zu Positionen, die die Abhängigkeit des Juridischen von visuellen Medien akzentuieren. Die erste Sektion IMAGO: Verkörperung und Evidenz behandelt die Relation von Recht und Verkörperung und mögliche Parallelen zwischen Rechtsbegriffen und Körperbildern. Die zweite Sektion ACTIO: Bild und Genozid. Die Präsentation des Unvorstellbaren setzt sich mit den Folgen medialer Darstellung von schweren Menschenrechtsverletzungen für Politik und Öffentlichkeit auseinander. Im letzten Teil IUSTITIA: Form und Normativität wird die normative Dimension von Kunst und Medien diskutiert: was ist die Funktion des Bildes und wie sind ästhetische und juristische Diskurse vergleichbar?

Flyer

Saturday /Samstag, 3.12.11

09:30 Opening Session / Begrüßung

I. IMAGO: Embodiment and Evidence / Verkörperung und Evidenz

10:00-11:00 Michael Stolleis: Das Auge des Allwissenden und seine Transformation in das Gesetz

11:00-12:00 David Freedberg: Embodiment and the Law. The Sixteenth Century Precedents

Coffee break / Kaffeepause

12:15-13:15 Claudia Blümle: Die Verleumdung des Apelles. Zum Akt des Urteilens vor und im Bild

Lunch break / Mittagspause

II. ACTIO: Images and Genocide: Presentation of the Unimaginable / Bild und Genozid. Die Präsentation des Unvorstellbaren

14:30-15:30 Carolin Behrmann: Bild und Völkerrecht. Zur Frage des Tyrannenmordes

15:30-16:30 Roy Gutman / Andree Kaiser: Images: The Indispensable Element in Reporting War Crimes?

Coffee break / Kaffeepause

17:00-18:00 Rupert Neudeck: Medien-Berichte und Bilder als Auslöser von humanitären Aktionen

18:00-19:00 Philipp Ruch: „Der Wind verweht unsere Worte“. Zum inhumanen Sturm der Bilder

19:30 – 20:30 Podium:  Alfredo Jaar: It is difficult

Reception / Empfang

Sunday / Sonntag, 4.12.11

III. IUSTITIA: Form and Normativity / Form und Normativität

09:30-10:00 Horst Bredekamp: Zum Lebensrecht der Bilder

10:00-11:00 Brigitte Soelch: Terrore. Zu frühneuzeitlichen Schwellen- und Passagenräumen

Coffee break / Kaffeepause

11:15-12:15 Philipp Zitzlsperger: Giudizio dell‘occhio. Der Künstler als (Kunst-) Richter

12:15-13:15 Ulrich Haltern: Das Bild des Gesetzgebers

Lunch break / Mittagspause

14:30-15:30 Clemens Pornschlegel: Das Subjekt gründen. Zur normativen Funktion von Bildern

15:30-16:30 Fabian Steinhauer: Bildrechte und ihre Medien um 1900

Coffee break / Kaffeepause

17:00-18:00 Klaus Röhl: Wer nicht sehen will, muss fühlen. Eine Kritik der Rede vom »multisensorischen Recht«

18:00-19:00 Dieter Grimm: Wie frei ist die Kunst?

Organized by / organisiert von

The Italian Academy, Columbia University, New York 

Institut für Kunst- und Bildgeschichte, Humboldt-Universität zu Berlin 

Kolleg-Forschergruppe Bildakt und Verkörperung

Concept / Konzept:

Carolin Behrmann, Kunsthistorisches Institut in Florenz, Max-Planck-Institut

Philipp Ruch, Forschergruppe Bildakt und Verkörperung, Humboldt-Universität zu Berlin

Supported by the ICI Berlin

Contact / Kontakt:

carolin.behrmann(at)culture.hu-berlin.de