
Zeiterfahrung in Film, Literatur und Philosophie
Ästhetische Erfahrung ist in vielerlei Hinsicht gebunden an die der Zeit. Die Zeit des Lesens, der Rhythmus einer filmischen Montage, der temporale Aufbau einer Erzählung: Ohne solche Zeitbezüge lassen sich ästhetische Gegenstände weder verstehen noch erfahren.
Poetologische und philosophische Reflexionen der Zeitgrundierung ästhetischer Erfahrung stehen im Zentrum der drei Sektionen: Die erste Sektion versucht die Subjektivität der Zeiterfahrung mit ihrer Ästhetik zu vermitteln. Die zweite Sektion diskutiert, wie sich Zeit und Kausalität in Erfahrung abbilden. Die dritte Sektion verhandelt „Aktualität“ als ästhetisch folgenreichen Topos der Moderne.
Tagung des SFB 626 "Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste", Freie Universität Berlin mit Unterstützung des ICI Kulturlabor Berlin.
Mit: Philipp Rosen, Christa Blümlinger, Gertrud Koch, Marie-Laure Ryan, Ann Banfield, Meir Sternberg, Sebastian Rödl, Georg Witte, Armen Avanessian, Brigitte Obermayr
Konzeption: Anke Hennig, Gertrud Koch, Christiane Voss, Georg Witte
Temporal Experience in Film, Literature and Philosophy
In many respects aesthetic experience is bound to time: the time of reading, the rhythm of a filmic montage, the temporal construction of a story. Without such temporal markers as these, aesthetic experience would neither be comprehensible nor would it even be possible.
Poetological and philosophical reflection on the temporal basis of aesthetic experience give shape to each of the three sections: the first attempts to address the subjectivity of temporal experience through aesthetic form. The second will discuss how temporality and causality leave their mark in experience. The third will treat "actuality" as an aesthetically significant topos of Modernity.