
Von manchen sinnentleerten Zeichen geht eine spaltende Wirkung aus. Indem sie den Signifikationsprozess unterbrechen, bezeichnen sie die Grenzen des Zeichensystems selbst – und überschreiten sie damit punktuell. Deswegen wirken diese Zeichen sowohl bedrohlich und provozierend als auch faszinierend und sogar erlösend.
Luca Di Blasi, wissenschaftlicher Assistent im ICI Berlin, widmet sich in seinem Vortrag dieser Spannung aus Provokation und Transzendierung. Insbesondere geht er der Frage nach, unter welchen Bedingungen aus profanen und banalen wertvolle, spannungsreiche, bedrohlich-verheißende kenotische Zeichen werden.
Ort: Kunstverein Hannover, Sophienstraße 2, 30159 Hannover
Zeit: Mittwoch, 10. Juni, 19:00
Der Vortrag ist Teil der Ausstellung "Oppositions & Dialogues", die vom 30. Mai bis 9. August im Kunstverein Hannover stattfindet.