
Im Zuge der laboratory revolution wurde der Mensch „Gegenstand“ experimenteller Praktiken und wissenschaftlicher Versuchsmethoden. Die Tagung versucht, das Experimentieren am Menschen in seiner für die modernen Lebenswissenschaften konstitutiven Figuration einer historischen und epistemologischen Reflektion zu unterziehen. Dabei soll die starre, oft normative gesetzte Ordnung zwischen „Humanexperiment“ einerseits und „Heilversuch“ andererseits, zwischen „ethisch verwerflichen“ und „moralisch akzeptablen“ Menschenversuch aufgebrochen werden. Anhand von Fallbeispielen aus den verschiedensten Disziplinen und geographischen Räumen soll der Status des Menschen als Erkenntnisort im Selbst-, Impf- und Arzneimittelversuch diskutiert werden.
Christian Bonah, Volker Hess, Anja Laukötter, Ulrike Klöppel
Institut für Geschichte der Medizin (Standort Mitte)
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Prof. Dr. Volker Hess
DFG-Projekt (He 2220/4)
Mit Unterstützung des ICI Berlin