
Für eine universalistische Differenzpolitik
Der Zustand unserer Gegenwart, „die geistige Situation der Zeit“ (Karl Jaspers), ist im Bereich der Politik charakterisiert durch den Übergang von der nationalen Dimension zur globalen Dimension. Welche Antworten aber gibt es, sofern eine Rückkehr zur griechischen Polis weder möglich noch wünschenswert ist? Republik und Multikulturalismus waren die großen Modelle für das Verhältnis von Bürger und Staat in der westlichen Moderne, die aber beide an Grenzen stoßen. Giacomo Marramao schlägt demgegenüber eine theoretisch-praktische Plattform zur Entwicklung eines Universalismus der Differenz vor.
Giacomo Marramao studierte in Frankfurt a. M. und Florenz Philosophie. Er war Gastprofessor an zahlreichen europäischen und amerikanischen Universitäten: u. a. an der Sorbonne in Paris, der Freien Universität Berlin, dem Warburg Institute in London, der Columbia University in New York, in Wien, Madrid, Barcelona, Mexico City, Buenos Aires, Sao Paolo und Rio de Janeiro. Derzeit lehrt Marramao Theoretische und Politische Philosophie an der Universität Roma Tre. Er ist Mitglied des Comité d‘honneur du Collège International de Philosophie in Paris und Direktor der Lelio-Basso-Stiftung in Rom. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt: "Die Säkularisierung der westlichen Welt" (1996), zuletzt "Kairos: Towards an Ontology of Due Time" (2006). Die englische Ausgabe seines Werkes "Passaggio a Occidente: Filosofia e globalizzazione" ist in Vorbereitung.
Flyer zum Download (PDF)
Zeit: 22. Juni, 19.30 Uhr
Ort: ICI Berlin
Auf Deutsch
Im Rahmen der Vortragsreihe: Welt global denken. Politische Perspektiven in der italienischen Gegenwartsphilosophie.
Die Vortragsreihe wird veranstaltet vom
Italienischen Kulturinstitut Berlin in Kooperation mit dem ICI Kulturlabor Berlin.