
Was verstehen wir vom Tod, wenn wir Fotografien von Verstorbenen betrachten? Und wen oder was sehen wir dabei? Wie gehen wir mit den Fotos um? Wo platzieren wir sie, wem zeigen wir sie, wo verbergen wir sie? Welche Art Beziehung unterhalten wir zu den Toten mit Hilfe ihrer Fotografien, und wie verständigen wir uns über unser Verhältnis zu ihnen? Ist uns dabei das Medium präsent, oder bleibt es eine durchsichtige Membran?
Das Buch Die Tode der Fotografie geht diesen Fragen nach und untersucht Formen und Verwendungsweisen von Fotografien in den Toten-, Begräbnis- und Erinnerungspraktiken westlicher Kulturen.
Programm
Doppelspiele: Tod und Fotografie – Vortrag von Katharina Sykora
Diskussion mit Gertrud Koch und Thomas Macho
Im Anschluss: Diskussion mit dem Publikum und kleiner Empfang
Katharina Sykora ist Professorin für Kunstgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Für das Projekt Die Tode der Fotografie erhielt sie 2007/08 die Forschungsförderung Pro Geisteswissenschaft/Opus Magnum der VolkswagenStiftung und war 2008 Research Resident am Rockefeller Center Bellagio, Italien. Das Buch ist erschienen unter dem Titel: Katharina Sykora, Die Tode der Fotografie, Bd. I, Wilhelm Fink Verlag, München 2009.
Gertrud Koch ist Professorin für Filmwissenschaft an der Freien Universität Berlin.
Thomas Macho ist Professor für Kulturgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Ort: ICI Berlin, Christinenstr. 18/19, 10119 Berlin
Zeit: Dienstag, 9. Februar, 19.30 Uhr
Eine Veranstaltung des ICI Kulturlabor Berlin mit Unterstützung des Fink Verlags.